Leider ist durch den Artikel "Junge Union will keine Lehrer ausländischer Herkunft" vom 14. September 2011, die JU Fellbach in ein falsches Licht gerückt worden, wie das Verständnis einiger Leser der Fellbacher Zeitung durch deren Leserbriefe eindeutig zum Ausdruck bringt. Die JU Fellbach bekennt sich zum Christlich-Konservativen, und nicht zum Rechtspopulismus oder Sondergleichen, wie aus dem Positionspaper eindeutig hervor geht. Die Schlagzeile des Artikels vom 14. September, welcher nicht unserer Meinung entspricht, suggeriert den Lesern ein falsches Bild, und rückt die JU Fellbach unglücklicher Weiße nach rechts. Hierbei handelt es sich allerdings um ein Missverständnis: Die JU Fellbach positioniert sich nicht gegen die Einstellung von ausländischen Lehrern/Lehrerinnen mit Migrationshintergrund, sondern kritisiert lediglich die Pläne der Landesregierung den muttersprachlichen Unterricht weiter auszubauen, aus denen, im Positionspapier ausgeführten Argumenten. Wie gesagt, richtet sich unsere Kritik lediglich gegen die Pläne, wie sie im Koalitionsvertrag mit den Worten "... Gewinnung von Migranten für Lehrberuf um muttersprachlichen Unterricht schrittweise ins Schulangebot zu integrieren..." erwähnt sind.
Außerdem zweifelt keiner daran, dass sich alle Menschen in Deutschland wohl fühlen sollen. Die darauf bezogene Textpassage meint das subjektive Impfenden eines Jeden, bei der Sicht auf ein bestimmtes Land, dessen Geschichte und Wurzeln und die Übertragung dieser auf die Bundesrepublik Deutschland. Somit stimmt die Schlagzeile nicht mit unserer Meinung überein. An den hervorragenden Leistungen von Lehrern mit Migrationshintergrund zweifelt nun wirklich niemand.
Das Thema des Islamunterrichts ist im Papier vom Thema des muttersprachlichen Unterrichts klar getrennt und wird unabhängig davon, gesondert betrachtet. Dabei ist der JU Fellbach durchaus bewusst, dass sich der Islamunterricht mittlerweile in allen großen Parteien seiner Beliebtheit erfreut. Insofern war die Bezeichnung "ideologiegetriebene Politik" unglücklich gewählt. Sollte dies auf weitere Passagen des Positionspapieres zutreffen oder sollte durch einige Formulierungen Verwirrung entstanden sein, bittet die JU Fellbach um Nachsicht.
Somit dient das Positionspapier nicht dem Anstoß einer Debatte, sondern lediglich einer Stellungnahme der JU Fellbach zu diesen Themen. Zudem möchte die JU Fellbach darauf hinweisen, dass die im Positionspapier vertretenen Meinung/Stellungnahme nur die Meinung/Stellungnahme der JU Fellbach und nicht die Meinung/Stellungnahme der JU Rems-Murr oder anderer JU-Ortsverbände ist. Wer das Positionspapier, welches auf der Homepage der JU Fellbach unter: zu finden ist, studiert wird feststellen, dass die JU Fellbach weder eine kleinkarierte Debatte führt, noch die Religions-, Glaubens und Gewissensfreiheit in irgendeinem Punkt angreift. Somit muss keinem vor der JU Fellbach angst und bange werden.
Einige Reaktionen zeigen aber auch, wie gering die Chance von Konservativen ist, beim Thema Integration einen fairen Umgang zu erhalten.
MfG Stefan Hämmerle
(Vorsitzender JU Fellbach)
[25.09.2011]