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Pressemitteilung PM 02/2011 - Stellungnahme der JU Fellbach zur Bildungspolitik von Grün-Rot
Pressemitteilung vom 25.7.2011

Lesen Sie die Pressemitteilung der JU Fellbach zur Bildungspolitik von Grün-Rot

 

Positionspapier Bildung der JU Fellbach

 

Wenn im folgenden Positionspapier die Wörter "wir" und "uns" erwähnt werden, gelten diese für die JU Fellbach, vertreten durch den Vorstand der JU Fellbach.

 

Im Folgenden werden männliche Bezeichnungen formuliert, wobei dies natürlich auch auf weibliche Personen zutrifft.

 

Artikel 1: Wir fordern den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems und kritisieren die neue Landesregierung bei ihren Plänen zur Einführung der Einheitsschule, begründet aus den nun folgenden Argumenten:

  • Die Einführung der Gemeinschaftsschule bis Klasse 10 wird damit begründet, dass ein längeres, gemeinsames Lernen für die Schüler vorteilhaft sei und die bestmögliche individuelle Förderung gewährleistet. Dies entspricht nicht den Tatsachen:                                                                                         

Da alle Menschen unterschiedlich sind, lernen sie auch unterschiedlich und               haben hierbei auch unterschiedliche Begabungen und eine unterschiedliche Lernfortschrittsgeschwindigkeit. Deswegen kann man beim „längeren gemeinsamen Lernen“ nicht von individueller Förderung sprechen. Denn bei diesem bildungspolitischen Wunschdenken gibt es mehrere, derart große, Mängel. Je höher der Leistungsunterschied der Schüler in einer Klasse ist, desto schneller steigt soziale Ungerechtigkeit und die Arbeit für die Lehrer wird nicht erleichtert, sondern erschwert. Die Unterschiede zwischen Überforderung und Unterforderung können nicht mehr in einen Ausgleich gebracht werden. Diesen Aufwand können die Lerngruppen und die dazu notwendige neue Lernbewertung nicht stemmen. Dieses Problem wird durch die Trennung der Schüler nach einer vierjährigen Grundschule im dreigliedrigen Schulsystem verhindert.

 

  • Ein weiteres Problem der Einheitsschule ist, dass deren Befürworter davon ausgehen, dass alle alles lernen können, wenn sie nur die richtigen Voraussetzungen dafür haben. Dies ist wissenschaftlich nicht belegt und entspricht lediglich bildungspolitischem Wunschdenken des linken Lagers. Hierbei unterscheiden sich Grüne und SPD nicht von der kommunistischen Linken.

 

  • Ein entscheidender Vorteil des dreigliedrigen Schulsystems ist, wie oben erwähnt, die Trennung der Schüler mit unterschiedlicher Begabung. Der Vorteil besteht nun auch in der Durchlässigkeit dieses Systems, d.h. man kann durch Leistungs- und Lernsteigerung problemlos im Schulsystem aufsteigen und so das Abitur bestehen, auch wenn man zu Beginn der Schulkarriere auf der Haupt- oder Realschule war. Dieser Punkt widerlegt die Aussage der grün-roten Landesregierung durch die Aufteilung der Schüler nach der vierten Klasse sei die Zukunft des Schülers bereits bestimmt. Nach Plänen der Landesregierung wäre für einen Schüler, der nach der zehnten Klasse die allgemeine Fachhochschulreife anstrebt, die Wiederholung der zehnten Klasse des Gymnasiums notwendig. Wie kompliziert das Ganze ist, zeigt die Unvereinbarkeit dieser Vorhaben mit weiteren Vorhaben zur Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9.

 

  • Ebenso werden Schüler im dreigliedrigen Schulsystem je nach Begabung spezifisch gefördert. Dies ist auch auf die wahrscheinliche spätere Berufsrichtung anzuwenden. So existieren inhaltliche Unterschiede im Unterricht der drei weiterführenden Schularten.  

 

Fazit: Das dreigliedrige Schulsystem fördert die jeweiligen unterschiedlichen Begabungen der Schüler besser und sorgt damit insgesamt für einen höheren Bildungsstandard in der Gesellschaft. Das baden-württembergische Schulsystem hat sich in den vergangenen Jahren als höchst erfolgreich herausgestellt. Unser Land belegt im Bildungsmonitor der INSM und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln den dritten Platz!    

 

Artikel 2: Wir fordern von der neuen Landesregierung den unbedingten Erhalt der Grundschulempfehlung, begründet aus den nun folgenden Argumenten:

  • Wenn die Eltern entscheiden dürfen, auf welche Schule ihr Kind geht, ohne Vorgaben, die es, wie üblich mit der Grundschulempfehlung gäbe, wird dies zu einem wilden Durcheinander führen. Denn bei der "schönen Idee" die Eltern alleine entscheiden zu lassen, gibt es ein erhebliches Problem: Eltern können nämlich in diesem Fall nicht objektiv entscheiden. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass Eltern ihr Kind meist besser einschätzen, als es in Wirklichkeit ist. Da die Eltern ihr Kind meist überschätzen, wobei auch die andere Seite vorkommt, und nicht den genauen Bildungsstand oder die Mitarbeit aus der Schule kennen, wie die Lehrer, werden sie ihr Kind häufig auf die „falsche“ Schule schicken.

  

  • Die Abschaffung der Grundschulempfehlung wird zum Chaos führen. Dies liegt auf der Hand, da bei der Abschaffung der Grundschulempfehlung die Eltern selbst entscheiden können, auf welche Schule ihr Kind geht, völlig unabhängig von den Einschätzungen des Lehrers. Ein Kind mit einem Notendurchschnitt von 3,0 in der vierten Klasse, trifft im Gymnasium auf ein Kind mit einem Notendurchschnitt von 1,8. Dieser enorme Leistungsunterschied ist bereits oben, in der Kritik an der Einheitsschule, angesprochen worden. Dies wird dann zweifellos zu einem Leistungsschwund an Gymnasien und Realschulen führen, welcher dann von der grün-roten Landesregierung als Vorwand zu der Einführung der Einheitsschule genutzt wird.

 

Fazit: Wenn die grün-rote Landesregierung die Grundschulempfehlung abschaffen will, führt dies zu einem Chaos an den Schulen!!! Dieses Chaos will die Landesregierung wiederum nutzen, um die aus Artikel 1 erwähnte, unsinnige, Einheitsschule einzuführen. Dies sind gleichmacherische und kommunistische Ideen!!!

 

Der Vorstand der JU Fellbach

 


[25.07.2011]
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